Nichtsdestotrotz lässt sich sagen, dass du beim Laufen unbedingt darauf achten solltest, dass das Knie in der Bewegung nicht nach innen oder außen wegkippt. Eine stabile Beinachse erhöht nicht nur die Effizienz, sondern schützt auch vor Überlastungen und typischen Laufverletzungen.
Wer sich unsicher ist, sollte eine professionelle Laufanalyse in Betracht ziehen oder sich beim Training gelegentlich selbst filmen, um die eigene Technik zu überprüfen und gezielt zu verbessern.
Gelenksfreundliches Laufen bedeutet zudem, die Stoßbelastungen für Knie und Hüfte möglichst gering zu halten. Das gelingt besonders gut durch eine aufrechte Körperhaltung und einem leicht nach vorn geneigtem Oberkörper. Kürzere, schnelle Schritte entlasten die Gelenke und der Fuß sollte sanft im Mittelfußbereich aufsetzen, um die Aufprallkräfte optimal auf den ganzen Körper zu verteilen. Viele Anfänger neigen dazu, zu große Schritte zu machen, was die Gelenke belastet und Energie kostet. Kürzere, schnellere Schritte sorgen für eine bessere Effizienz.
Achte daher auf deinen Fußaufsatz. Idealerweise rollt der Fuß gleichmäßig über den Mittelfuß bis zu den Zehen ab. Ein zu starker Fersenaufsatz kann Knie und Hüfte belasten, während eine zu starke Vorderfußbelastung bei Einsteigern oft zu Muskelverspannungen führt. Zu lange schritte sind problematisch, wenn der fußaufsatz vor dem körperschwerpunkt erfolgt. Daher ist eine Mittelfußlandung fast schon obligatorisch. Es is individuell verschieden, aber ein Fersenaufsatz vor dem Körperschwerpunkt belastet die Gelenke und bremst.
Fußlandung ist auch abhängig vom Tempo (bei Sprint Vorfuß), (auch) deswegen ist es gut, nicht immer gleichförmig zu trainieren, sondern das Tempo zu variieren, Dann variiert auch Belastung weil andere Bewegungsamplitude eine andere ist.
Eine kräftige Rumpf- und Beinmuskulatur unterstützt die Stabilität weiter und beugt Verletzungen vor. Die richtige Technik verringert nicht nur Beschwerden, sie steigert auch das eigene Laufgefühl und die Laufleistung.
Auch die Atmung sollte ruhig und gleichmäßig erfolgen. Eine Kombination aus Nasen- und Mundatmung hilft, genug Sauerstoff aufzunehmen und länger durchzuhalten.
Wer auf Haltung, Rhythmus und Körperbewusstsein achtet, läuft nicht nur effizienter, sondern auch gesünder. Mit etwas Geduld, der richtigen Technik und einer Portion Motivation wird das Laufen schnell zu einer Aktivität, die Körper und Geist gleichermaßen guttut.
Insgesamt gilt: Wer beim Laufen auf gutes Equipment setzt, auf eine stabile Beinachse achtet, gelenkfreundlich läuft und regelmäßig gezieltes Krafttraining in sein Programm aufnimmt, verbessert nicht nur die Ausdauerleistung, sondern beugt zugleich auch typischen Laufproblemen vor. Laufen wird so zu einer Sportart, die langfristig Spaß macht und Körper wie Geist gleichermaßen stärkt. Mehr dazu kannst du im nächsten Blog-Beitrag lesen! Auch über den richtigen Start in der kalten Jahreszeit werde ich schreiben.
Vielen Dank an dieser Stelle an meine Kollegin Brigitte Stocker und Bearrides für ihren Input zu diesem Beitrag!