Quick-Tipp #5: Immediate & delayed Rewards – wie dir das Prinzip der Belohnung bei deiner Motivation hilft

Ich bin überzeugt davon, dass Reflexion und Aufklärung für viele Ding, die das menschliche Verhalten betreffen extrem hilfreich sind. Deswegen möchte ich dir in diesem Beitrag ein bisschen Know-How aus „Tiny Changes, Remarkable Results. Atomic Habbits“, von James Clear mitgeben:

Aus überlebenstechnischen Gründen ist der Mensch eigentlich anders gepolt, als es uns in unserer modernen Gesellschaft nützlich ist: Wir wertschätzen die Gegenwart mehr als die Zukunft. Unseren Vorfahren ist es wichtiger gewesen, die nächste Mahlzeit und ein „Dach“ über dem Kopf zu sicher. Weiter in die Zukunft planen stand nicht am Programm. Unsere Gehirne haben sich nicht so schnell weiterentwickelt, wie es die Gesellschaft getan hat. Dies lässt sich als „Immediate and delayed Rewards“ bezeichnen. Übersetzt auf Deutsch bedeutet das, dass es sofortige Belohnungen – also Nahrung und Schutz, und verspätete Belohnungen gibt.

Was hat das mit unserer Motivation zu tun? Alle die mich vom Training kennen, haben bestimmt schon mal meinen Standard-Spruch gehört: „Ein Sixpack wird im Winter gemacht, nicht kurz vorm Sommer.“ Natürlich ist ein Sixpack ein sehr extremes Beispiel, denn ein paar Mal Situps machen reicht definitiv nicht aus. Trotzdem ist es ein sehr plakatives Beispiel, denn wenn man heute ein Rumpf-Training absolviert, dann denkt man eher weniger an das Resultat von kontinuierlichem Training, das man erst in ein paar Monaten sehen kann.  Ein anderes, sehr extremes Beispiel ist das Rauchen: Zigaretten wirken aufgrund der Nikotinsucht als beruhigend. Daran, dass man in vielen Jahren eventuell Lungenkrebs bekommen kann, denken Raucher bei der scheinbar beruhigenden Zigarette kaum.

Wie kann man dieses Verhalten durchbrechen? Erstmal ist es wichtig, sich ein konkretes, Ziel klarzumachen. Danach machst du jede einzelne, kleine Handlung am Weg zum Ziel attraktiv. Das kannst du zum Beispiel machen, indem du für jede vermiedene Packung Zigaretten das gesparte Geld auf die Seite legst, um dir damit dann einen Urlaub zu finanzieren. Oder für jede Woche, die du dein geplantes Training absolviert hast, belohnst du dich (in dem Fall besser nicht mit einem Eisbecher).

…und dann musst du dran‘ bleiben! Beim Verändern von Gewohnheiten, oder beim Aneignen neuer Gewohnheiten geht es nicht darum, wie lange (in Tagen, oder Wochen) du das machst, sondern wie viel Zeit du in Summe damit verbringst. Das menschliche Gehirn ist plastisch, das bedeutet, dass du neue Verbindungen in deinem Gehirn erschaffen kannst. Du kannst diesen Vorgang mit einem Urwald vergleichen. Je öfter du denselben Weg gehst, umso deutlicher wird der Trampelpfad, der nach einer Weile sogar zu einer Straße werden kann.

Wenn du dein neues, oder verändertes Verhalten belohnend gestaltest, dann wirst du die gewünschte Handlung öfters durchführen als ohne Belohnung. Ändere also deinen Zugang, mach‘ dir das Prinzip der sofortigen –  und der verzögerten Belohnung bewusst, und du wirst merken, dass es mit deiner Motivation besser funktioniert.